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© mediaserver.hamburg.de/R. K. Hegeler

Grünes Licht für Fusion von Nordex und Acciona Windpower

Die Unternehmen wollen ihre Aktivitäten bündeln und so einen globalen Anbieter mit breiter Produktpalette schaffen. Senator Horch: Standort Hamburg profitiert

Nach der kartellrechtlichen Freigabe steht der Zusammenführung der Nordex-Gruppe mit der Acciona Windpower (AWP) nichts mehr im Wege. Alle vertraglichen Voraussetzungen sind erfüllt, und die Transaktion ist abgeschlossen, teilte Nordex in Hamburg am Montag mit. „Jetzt beginnen wir damit, unser Unternehmen als einen wahrhaft globalen Akteur der Windbranche aufzubauen“, sagt Lars Bondo Krogsgaard, CEO der Nordex SE.

Globaler Anbieter

Die Unternehmen hatten Anfang Oktober 2015 mitgeteilt, dass sie ihre Aktivitäten bündeln wollen und so einen weltweit tätigen Anbieter mit einer breiten Marktpräsenz und umfassenden Produktpalette schaffen wollen. Die Transaktion beinhaltet demnach den Erwerb von Acciona Windpower durch die Nordex SE gegen neue Aktien sowie einen Baranteil vom Mutterkonzern Acciona S.A.. Dieser werde darüber hinaus von SKion und momentum-capital weitere Nordex-Aktien zukaufen. Damit wird Acciona S.A., einer der größten Besitzer und Betreiber von Windparks weltweit, künftig mit insgesamt etwa 29,9% ein Ankeraktionär für die Nordex SE, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Standort Hamburg profitiert

„Die Fusion ist gut für den Wirtschaftsstandort Hamburg, denn Nordex ist ein wichtiger Player bei den Erneuerbaren Energien. Mit dem Zusammenschluss zwischen Nordex und Acciona Windpower wird diese Bedeutung noch gestärkt”, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch in einer Stellungnahme.

“Das schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung sowie einen ungemeinen Imagegewinn für Hamburg als Windhauptstadt in Europa. Es ist erklärtes Ziel des Hamburger Senats, der Windenergiebranche zusammen mit der Metropolregion einen attraktiven Mix von Produktionsstätten, Dienstleistung und Infrastruktur anzubieten. Das zahlt sich aus, denn Nordex wird außerdem seine Hauptverwaltung in Hamburg erweitern.“

Krogsgaard weiter CEO

Der Aufsichtsrat der Nordex SE bestellte José Luis Blanco als COO (Chief Operations Officer) und stellvertretenden Vorsitzenden sowie Patxi Landa als CSO (Chief Sales Officer). Beide waren zuvor bei Acciona Windpower in führenden Positionen tätig. Lars Bondo Krogsgaard und Bernard Schäferbarthold bleiben weiterhin als CEO und CFO im Vorstand der Nordex SE an Bord. „Ab heute sind Acciona Windpower und Nordex ein gemeinsames Unternehmen. Wir richten unsere Anstrengungen ganz darauf, dass unsere Kunden von unserer neuen Aufstellung profitieren”, so Nordex-CEO Krogsgaard.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.nordex-online.com

Die neue Gruppe (Nordex und Acciona Windpower)

Die Gruppe hat mehr als 18 GW in über 25 Märkten installiert. Sie erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von EUR 3,4 Mrd. und beschäftigt derzeit mehr als 4.800 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Kürze auch in Indien. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 1,5- bis 3-MW-Klasse, die auf Marktanforderungen in entwickelten Märkten und Schwellenländern spezifiziert sind.
(Angaben: Nordex)

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