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Schleswig Holstein Erneuerbare Energien: © © M. Staudt / www.grafikfoto.de

German Renewables Award 2015 verliehen

In vier Kategorien hat das EEHH-Cluster Pioniere der Energiewende ausgezeichnet

„Aktuell verhandelt die Weltpolitik in Paris auf der UN-Klimakonferenz COP 21 über die Zukunft unseres Weltklimas, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen. Wir sind stolz, hier in Hamburg mit der Verleihung des German Renewables Awards 2015 an kreative und engagierte Köpfe der Erneuerbare-Energien-Branche ebenfalls einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas leisten zu können“, sagt Wirtschaftssenator Frank Horch zur Verleihung des German Renewables Award 2015. Unter seiner Schirmherrschaft hatte die Jury am 3. Dezember aus 43 Bewerbungen in den Kategorien „Lebenswerk“ „Produktinnovation des Jahres“, „Projekt des Jahres“ und „Studentenarbeit des Jahres“ vier Gewinner bzw. Projekte ausgewählt.

Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Die Auszeichnung in der Kategorie „Lebenswerk“ geht in diesem Jahr an den ehemaligen Ministerialrat Dr. Wolfhart Dürrschmidt. Der promovierte Physiker betreute von 1988 bis 1990 im deutschen Bundestag in der Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ das Thema Klima und Energie. Ab 1991 war er im Bundesumweltministerium maßgeblich an der Entwicklung des Stromeinspeisegesetz, das bis heute als Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortgeführt wird, beteiligt.

Industriell einsetzbares PEM System

Das PEM-Elektrolyse-System Silyzer brachte der Siemens AG den German Renewables Award 2015 in der Kategorie „Produktinnovation des Jahres“ ein. Mit Hilfe von Elektrolyse lässt sich überschüssiger erneuerbarer Strom in Wasserstoff umwandeln, der bei Bedarf gespeichert werden kann. Wasserstoff ist für die Industrie und im Mobilitätssektor in Verbindung mit der Brennstoffzelle für eine spätere Rückverstromung wertvoll und vielseitig einsetzbar. Der Elektrolyseur besteht mindestens aus einem Zellstapel mit 1,25 MW und kann modular zu einem Elektrolyse-Verbund von 20 MW und mehr kombiniert werden. Mit einer Betriebsdauer von mehr als 80.000 Stunden ist der Silyzer eines der ersten industriell einsetzbaren PEM Systeme.

Intelligente Leittechnik

Die Bedeutung intelligenter Speicher in der lokalen Energieversorgung unterstreicht das Projekt SmartRegion Pellworm, Sieger in der Rubrik „Projekt des Jahres“. Die Hansewerk AG und die Schleswig-Holstein Netz GmbH haben über Jahrzehnte auf der Nordseeinsel ein Versorgungssystem geschaffen, das sich durch einen hohen Einsatz Erneuerbarer Energien auszeichnet. In der Jahresbilanz wird die rund dreifache Menge an Elektrizität aus Erneuerbaren Energien erzeugt wie verbraucht, auch durch den Einsatz mehrere innovative Speichersysteme und eine intelligente Leittechnik. Die 37 km² große Insel ist mit zwei Seekabeln an das Festland

Erster Einsatz in Texas

Um hohe Türme für Schwachwindanlagen fertigen zu können, programmierte Florian Roscheck, Diplom-Absolvent der FH Flensburg, einen Roboter für neue Schweißtechniken. Der Sieger in der Rubrik „Studentenarbeit des Jahres“ entwickelte für das US-amerikanische Unternehmen Keystone Tower Systems einen Prototypen für Spiralschweißprozesse, womit Türme für Windenergieanlagen aus Stahlplatten auf der Baustelle gefertigt werden können. Mit dem neuen Verfahren wurde ein erster Turm in 2015 in Texas, USA, realisiert. Der German Renewables Award für die beste „Studentenarbeit des Jahres“ ist mit 5.000 Euro dotiert.

Das EEHH-Cluster vergibt den German Renewables Award seit 2012 jährlich. Im kommenden Jahr wird der fünfte German Renewables Award im Rahmen der internationalen Leitmesse Wind Energy Hamburg 2016 vergeben.
ca

Quellen und weitere Informationen unter:
www.eehh.de

Cluster Erneuerbare Energien Hamburg

Überall in der Metropolregion Hamburg arbeiten Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker am Erfolg der erneuerbaren Energien. Um die Zusammenarbeit in der Branche zu stärken und zu fördern, wurde das Branchennetzwerk („Cluster“) „Erneuerbare Energien Hamburg“ gegründet. Dieses organisiert eine Bündelung der weitgefächerten Kompetenzen der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen. Außerdem schafft es Plattformen des Dialogs der Akteure untereinander und fördert Schnittstellen zu anderen Branchen – zum Beispiel in der Logistik. Dieses Jahr feiert das Cluster sein fünfjähriges Jubiläum. Das Industrienetzwerk ist seit seiner Gründung auf knapp 200 Mitglieder gewachsen.

Nach einer Prognos-Studie im Auftrag des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) arbeiten rund 25.000 Menschen hier in der regenerativen Energiewirtschaft. Die in der Metropolregion Hamburg ansässigen Unternehmen erwarten bis zum Jahr 2015 sogar ein weiteres Arbeitsplatzwachstum von rund 40 Prozent.

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