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ZAL TechCenter - © ReGe Hamburg/ Martin Kunze

Europäische Kommission: Hamburg ist ein „Innovation Leader“

Die Innovationsleistung der Hansestadt ist gestiegen. Forschungs- und Innovationsparks sollen den Trend fördern

Hamburg ist laut einer aktuellen Untersuchung der Europäischen Kommission „Innovation Leader“ und zählt damit im Bereich Innovation zu den führenden Regionen in Europa. Für das Regional Innovation Scoreboard wurden insgesamt 214 Regionen in 22 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen untersucht. In Hamburg ist die Innovationsleistung demnach im Vergleich zu 2014 um zwei Prozent gestiegen. Wie Hamburg wurden 35 weitere Regionen als „Innovation Leader” eingestuft.

„Innovationen sind der Schlüssel einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik. Nur wenn es uns gelingt, Kreativität, den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft an unserem Standort zu konzentrieren und weiter zu entwickeln, wird der Standort zukunftsfähig bleiben“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch.

20 Prozent über dem europäischen Durchschnitt

Im Regional Innovation Scoreboard wird die Innovationskraft einer Region mithilfe von zwölf Indikatoren berechnet. Neben aktivierenden Faktoren („Enabler”), wie dem Bildungsgrad der Bevölkerung und der Höhe öffentlicher Ausgaben für Forschung und Entwicklung, werden auch Firmenaktivitäten, wie zum Beispiel der Vernetzungsgrad kleiner und mittelgroßer Firmen oder die Höhe privater Investitionen in Forschung und Entwicklung, einbezogen. Zudem werden innovative Outputs bewertet, so zum Beispiel der Anteil kleiner- und mittelgroßer Unternehmen, die Produkt- und Prozessinnovationen einführen.

Die Regionen werden in insgesamt vier verschiedenen Kategorien eingeteilt. Spitzenreiter sind die „Innovation Leader”, die einen Score von mindestens 20 Prozent über dem europäischen Länder-Durchschnitt erreichen. In prozentualen Abstufungen folgen dahinter „regional Strong Innovators”, „regional Moderate Innovators” sowie „Modest Innovators”.

Neuauflage des Innovationsstarter Fonds

Zu den Maßnahmen des Senats, um die Innovationskraft in Hamburg zu stärken, zählt die Errichtung von Forschungs- und Innovationsparks. Der Energie-Campus in Hamburg-Bergedorf, das ZAL Techcenter in Hamburg-Finkenwerder oder der Desy für die Nanotechnologie seien eine Bereicherung für die Gründerszene, heißt es von der Wirtschaftsbehörde. Ab 2019 plant der Senat zudem die Errichtung eines Forschungsbaus für das Fraunhofer Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen in Hamburg-Harburg.

Darüber hinaus sei es der Stadt gelungen, wichtige Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung einzuwerben. Hamburg legt unter anderem den Innovationsstarter Fonds neu auf und investiert dafür inklusive EU-Fördermittel 12 Millionen Euro. Die Innovationsagentur der Innovations- und Förderbank IFB fördert zudem bestehende innovative Kleine und Mittlere Unternehmen durch zuschussbasierte Projektförderung und berät und begleitet sie in allen Phasen ihres Innovationsprozesses.
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.ec.europa.eu/regional
www.europa.eu
www.ec.europa.eu/documents
www.ifbhh.de

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