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Energieberg - ©  Roberto Kai Hegeler

„Europa in meiner Region”: Drei EU-Förderprojekte aus Hamburg

Neben dem Energiebunker Wilhelmsburg und dem Energieberg Georgswerder ist auch ein Projekt zum Wohnen im Alter dabei

Im Rahmen der Europawoche präsentierten sich auch drei in Hamburg durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Projekte. An der Veranstaltungsreihe „Europa in meiner Region“ beteiligen sich 22 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie zehn deutsche Bundesländer. „Die Mittel der Europäischen Union sind wichtiger Bestandteil unserer Politik. Mit ihrer Verwendung kann Hamburg Schwerpunkte für eine zukunftsgerichtete Entwicklung setzen”, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch.

Deponie wird regenerativer Energieberg

Den Auftakt machte das Projekt Energiebunker Wilhelmsburg. Der ehemalige Luftschutzbunker in Wilhelmsburg wurde durch den städtischen Energieversorger Hamburg Energie mit Förderung durch den EFRE zu einem Energiebunker umgebaut, der das Quartier in Wilhelmsburg durch einen innovativen Verbund aus regenerativen Wärmeerzeugern mit Wärme versorgt.

Weiter ging es mit dem Energieberg Georgswerder. Die Deponie Georgswerder wurde im Rahmen eines EFRE-geförderten Projektes zu einem regenerativen Energieberg und zum Ausflugsziel für Umweltinteressierte genauso wie für die Bewohnerinnen und Bewohner der benachbarten Stadtteile umgebildet.

55 Millionen Euro aus dem EFRE

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe präsentiert sich am 18. Mai das Projekt „Vernetztes Wohnen im Quartier”. Der demographische Wandel hat die Ansprüche an ein möglichst langes Wohnen in den eigenen vier Wänden verändert. Das EFRE-geförderte Projekt verfolgt die Zielsetzung, die Akzeptanz und Wirkung von Assistenzsystemen durch die Entwicklung und Erprobung eines mitwachsenden, quartiersbezogenen und übertragbaren Produkt-Dienstleistungssystems zu verbessern. Besichtigt werden kann die hierbei entstandene Modellwohnung. Veranstalter ist die Pflegen & Wohnen Hamburg GmbH.

Die Förderung aus dem neuen Operationellen Programm EFRE-Hamburg 2014-2020 konzentriert sich auf die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation sowie auf die Bestrebungen von Unternehmen zur Verringerung der CO2-Emissionen. Hierfür stehen aus dem EFRE insgesamt rund 55 Millionen Euro zur Verfügung.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen.
www.hamburg.de/pressearchiv/bwvi
www.hamburg.de/europawoche-2016
www.ec.europa.eu/erdf

Über die Europawoche

Die Europawoche findet jährlich im Frühjahr statt und wird nicht nur in Hamburg, sondern europaweit gefeiert. Zwei wichtige Eckdaten bilden den Rahmen der Veranstaltung: Der 5. Mai als Gründungstag des Europarates, der 9. Mai ist der Tag, an dem der französische Außenminister Robert Schumann 1950 mit einer Regierungserklärung die Grundlage zum EU-Vorläufer Montanunion legte. Beide Daten werden auch als „Europatage“ bezeichnet. Die Europawoche in Hamburg findet offiziell vom 30. April bis 9. Mai 2016 statt. Aber auch über diesen Zeitraum hinaus finden vielfältige Veranstaltungen rund um das Thema Europa statt. Einen Themenschwerpunkt bildet in diesem Jahr die Frage nach der Zukunft Europas und vor allem der innereuropäischen Grenzen. Das vollständige Programm finden Sie unter www.hamburg.de/programm-europawoche.pdf

Über EFRE

Erklärtes Ziel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist es regionale Ungleichheiten zu beseitigen und in diesem Zuge den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union zu stärken. Die Investitionen aus dem EFRE konzentrieren sich auf die Schwerpunktbereiche Forschung und Innovation, Digitale Agenda, Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie CO2-arme Wirtschaft. Wie der EFRE seine Mittel auf diese Prioritäten verteilt, hängt davon ab, welcher Kategorie die betreffende Region angehört. In entwickelteren Regionen müssen mindestens 80 Prozent der Mittel auf mindestens zwei der genannten Prioritäten konzentriert werden. In Übergangsregionen sind es 60 Prozent der Mittel. In weniger entwickelten Regionen sind es 50 Prozent. Weitere Informationen unter www.ec.europa.eu/erdf

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