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Mit gezielter Stadtplanung auf den Klimawandel einstellen

Deutscher Wetterdienst sagt Hamburg mehr Starkregen und Hitzeperioden voraus. Klimakonferenz in PAris beginnt

Erstmals hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Klimaentwicklung Hamburgs und seiner Metropolregion bis zum Jahr 2050 untersucht. Demnach wird es im Stadtbereich bis zur Mitte des Jahrhunderts nochmals 1,2 Grad wärmer. Als „kritisch“ wertete DWD-Vizepräsident Dr. Paul Becker „die annähernde Verdoppelung der heißen Tage mit einer Höchsttemperatur von über 30 Grad“. Der Niederschlag, so der Klimaforscher, werde vor allem im Winter weiter zunehmen. Hamburg werde sich, anders als das Umland, auf Starkregenfälle einstellen müssen. “Es ist aber möglich, sich durch gezielte Stadtplanung auf diese Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten“, so Becker. Auch der Beginn der Weltklimakonferenz in Paris rückt das Thema wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die UN-Klimakonferenz findet vom 30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris statt.

Stadtbäume pflanzen

Umweltsenator Jens Kerstan wertet die Klima-Simulation des Deutschen Wetterdienstes als klares Zeichen, dass sich Hamburg trotz der unerlässlichen Verdichtung klug und weitsichtig an die Veränderungen anpassen muss. Besonders wichtig sei der Erhalt der Hamburger Landschaftsachsen, Parkanlagen und Straßenbäume. “Stadtbäume und Grünanlagen spenden Schatten und sorgen für kühlere Bereiche an heißen Tagen. Wir werden Baumarten anpflanzen, die dem veränderten Klima gewachsen sind”, so der Senator.

Infrastruktur-Anpassungen

Eine Fassaden- und Dachbegrünung könne bei schlechter Gebäudeisolierung den Innenraum vor Erwärmung schützen. Die Hamburger Gründach-Förderung biete Bauherren in diesem Zusammenhang finanzielle Anreize. Eine weitere wichtige Anpassung an sich ändernde Klimaverhältnisse sei das Projekt RegenInfraStrukturAnpassung (RISA), das Lösungsansätze entwickelt um Überflutungen und zusätzlichen Gewässerbelastungen vorzubeugen. An Schulen und manchen Wohnungsneubauprojekten sorgten bereits spezielle Anlagen für einen naturnahen Umgang mit Regenwasser.

Die Studie

Die Studie des DWD zur Klimaentwicklung Hamburgs und seiner Metropolregion stellt klimatische Wechselbeziehung zwischen der Stadt Hamburg, ihrem Umland sowie ihrer Nähe zur Küste dar. Für Hamburg wurde ein spezielles Klimamodell entwickelt, das die individuelle Stadtstruktur mit seinen verdichteten, versiegelten oder auch seinen freien sowie grünen Flächen abbildet und bei der Berechnung berücksichtigt.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bue/

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