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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
Wiedereröffnung des Planetariums Hamburg: © Kulturbehörde

Planetarium Hamburg: Die Sterne leuchten wieder

Das Weltraumlabor „SpaceLab“ ist ebenso wie der Kosmos-Simulator „Digistar 6“ barrierefrei erreichbar. Stadt investiert rund 10 Millionen Euro

Nach einer Umbauzeit von eineinhalb Jahren hat das Planetarium Hamburg seit dem 14. Februar 2017 wieder geöffnet. In den vergangenen 18 Monaten wurde das Sternentheater fit für die Zukunft gemacht. So erhielt das Haus unter dem bisherigen Erdgeschoss im Sockelbereich eine neue Etage mit über 1200 Quadratmetern Nutzfläche und ist ab sofort bis zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe barrierefrei erreichbar. Die Freie und Hansestadt Hamburg finanzierte die umfangreichen Baumaßnahmen mit Mitteln in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro. Außerdem unterstützte sie die Modernisierung der Technik des Sternentheaters mit rund 2,5 Millionen Euro.

Aktuelle Weltraummissionen verfolgen

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz sagte zur Eröffnung: „Wir Hamburger machen nicht gern Theater, aber wir haben gern welche. Dieser schöne alte Wasserturm hier ist unsere große Himmelsoper. Das Planetarium möchte ein Treffpunkt sein, für die Hamburgerinnen und Hamburger.“ Das neugestaltete Erdgeschoss betreten die Besucher über die beiden neuen Haupteingänge auf Stadtparkniveau, die in einen modernen Kassenbereich münden. Über einen gläsernen Aufzug oder über die zwei neuen, geschwungenen Treppen erreichen die Gäste den oberen Bereich des Foyers, wo sich im Ausstellungsbereich die interaktiven RICOH-Lerntische und Großbildschirme des Weltraumlabors „SpaceLab“ befinden. Dort können aktuelle Weltraummissionen verfolgt, neueste Bilder aus dem All analysiert – aber auch die Geschichte des Planetariums und des Stadtparks verfolgt werden.

Über 16 Millionen Farbnuancen

Im Sternensaal erzeugt der neue Kosmos-Simulator „Digistar 6“ der US-amerikanischen Simulationsschmiede Evans&Sutherland mit einem Cluster aus 20 Grafik-Computern dreidimensionale Bildwelten, die von fünf „ultra-highdefinition“ Projektoren als Rundumbild an die Kuppel geworfen werden. Das resultierende „8K“-Bild mit rund 40 Millionen Bildpunkten ist viermal schärfer und viermal heller als bisher und kann sogar in stereoskopischem 3D mit 60 Bildern pro Sekunde und pro Auge gezeigt werden. Rund 70 im gesamten Sternentheater verteilte Lautsprecher sorgen dafür, dass der Besucher mitten im Geschehen sitzt. Hinzu kommt magisch wirkendes Laserlicht. Durch intelligente Farbmischung können über 16 Millionen Farbnuancen erzeugt werden.
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/pressearchiv
www.planetarium-hamburg.de

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