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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg : © obs/Leuphana Universität Lüneburg

Neues Zentralgebäude der Universität Lüneburg

US-Stararchitekt Daniel Libeskind hat es gemeinsam mit Studierenden entworfen. Rund die Hälfte der 13.000 Quadratmeter Nutzfläche für die Forschung

Die Leuphana Universität Lüneburg hat ein neues Gesicht. Das Zentralgebäude ist nach den Plänen des bekannten Architekten Daniel Libeskind entstanden und bildet den neuen Mittelpunkt der Universität. Es soll ein Ort der Verbindung von Studieren, Forschen und Leben, Universität und Gesellschaft sein. Die Kosten des fast 37 Meter hohen Bauwerks liegen bei rund 100 Millionen Euro. Es hat eine Gesamtnutzfläche von 13.000 Quadratmetern. Rund die Hälfte des Platzes nimmt die Forschung ein.

Ein Studierendenzentrum und ein Seminarzentrum erstrecken sich über rund 5.000 Quadratmeter. Ein neues Veranstaltungszentrum bietet Platz für bis zu 2.500 Besucher, davon 1.100 im neuen Auditorium Maximum. „Die Universität hat ein architektonisches Highlight bekommen, auf das auch Stadt und Region stolz sein können”, sagte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Entstanden sei ein Forum, das den Idealen einer offenen Gesellschaft entspreche und so das Leitbild der Universität und auch des Landes widerspiegele.

Austausch zwischen Libeskind und Studierenden

Das neue Zentralgebäude zeichnet sich durch die Beteiligung von Studierenden aus, die in 14 Seminaren in Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind über das neue Gebäude nachgedacht, Ideen entwickelt und Entwürfe geplant haben. Ausgangspunkt war ein Workshop in New York im März 2007. 15 Studierende der Kulturwissenschaften der Universität Lüneburg besuchten das Studio von Daniel Libeskind, um nach dem Ansatz des Divergent Thinking als Nicht-Architekturstudenten ihre Ideen dem US-Architekten zu präsentierten. „Für das neue Zentralgebäude der Leuphana habe ich mich vom Geist dieser Universität inspirieren lassen. Die Leuphana erlebe ich als einen Brutkasten für neue Ideen, Innovation, Forschung und Entdeckung. Von diesen Elementen ist auch das neue Haus durchdrungen”, so Architekt Libeskind.

Soziales Zentrum über den Universitätsbetrieb hinaus

Die Universität befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Wehrmachtskaserne. Der Entwurf von Daniel Libeskind soll nun einen Kontrapunkt zu der militärischen Struktur darstellen. Die militärische Bauweise stehe für ein autoritäres System, so Libeskind. „Das Zentralgebäude ist das genaue Gegenteil. Seine Botschaft ist es, Menschen zusammenzubringen”, betont Daniel Libeskind. Nach den Wünschen des Architekten soll das Gebäude nun zu einem sozialen Zentrum auch über die Universität hinaus werden. Die Stadt Lüneburg will das Audimax parallel als Stadthalle nutzen. Zum Beispiel für symphonische Konzerte.
mm/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.leuphana.de
www.presseportal.de