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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
© Onno Seyler/UKE

UKE: Millionenförderung für Neurowissenschaft

Mit einem neuen MR-Tomographen wollen die Forscher psychischen Störungen auf den Grund gehen. Dafür gibt es jetzt vier Millionen von der DFG

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Zusage für einen neuen 3-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) erhalten. Dies gab das UKE am 12. August bekannt. Mit der neuen Anschaffung sollen die Wissenschaftler der Entstehung und Entwicklung psychischer Störungen besser als bisher auf den Grund gehen können. Mit Tesla wird die Stärke des Magneten bezeichnet; ein moderner 3-Tesla-MRT zeichnet sich durch exzellente Bildschärfe und hohe diagnostische Qualität aus. Die knapp vier Millionen Euro umfassende Förderung stärkt den neurowissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt im UKE.

Entstehung von chronischen Schmerzen besser verstehen

Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof. Dr. Christian Büchel, Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften, haben die Zuwendung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Im Rahmen der Großgeräteinitiative fördert die DFG die Neubeschaffung eines 3-Tesla-Magnetresonanztomographen, der besonders im Bereich der neurowissenschaftlichen Forschung in der Psychiatrie eingesetzt werden soll.

Gleichzeitig wird der vorhandene 3-Tesla-MRT im Institut für Systemische Neurowissenschaften auf den neuesten technischen Stand gebracht. „Diese neue Plattform wird es uns erlauben, noch besser als zuvor Prozesse der Schmerzverarbeitung im Gehirn und im Rückenmark gleichzeitig zu untersuchen und so die Entstehung von chronischen Schmerzen besser zu verstehen. Weiterhin haben beide Geräte identische Leistungsmerkmale und können bestehende Kooperationen im Bereich der Angstforschung weiter stärken“, erläutert Prof. Büchel.

Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen im UKE

Mit dem neuen Großgerät, dessen Fertigstellung für September 2017 vorgesehen ist, können die Forschungsarbeiten der neuen Heisenberg-Professorin Dr. Simone Kühn aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unterstützt werden. Kühn befasst sich insbesondere mit der Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell an neue Umgebungsbedingungen und neue Anforderungen anzupassen. Weiterhin wird der neue MR-Scanner die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen im UKE und an der Universität Hamburg fördern. „Die großzügige Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erweitert die neurobiologischen Forschungsmöglichkeiten qualitativ und quantitativ in einem wesentlichen Ausmaß und führen zu einer substantiellen Stärkung des neurowissenschaftlichen Schwerpunktes des UKE“, erklärt Prof. Gallinat.

Die DFG fördert die Beschaffung von aufwändigen Großgeräten mit herausragender, innovativer Technik, wenn damit spezielle wissenschaftliche oder technische Fragestellungen untersucht werden sollen. In diesem Fall hat die DFG den Antrag der UKE-Wissenschaftler begutachtet und entsprechende Mittel bewilligt.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.uke.de

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