Deutsch Englisch
Suche
Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
EMB: © Fraunhofer EMB

Neues Forschungsinstitut der Fraunhofer EMB in Lübeck

In der Metropolregion Hamburg hat die Lübecker Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie ihren Neubau mit Hightech-Laboratorien und Aquakulturen eingeweiht

Lübeck besitzt jetzt eine der modernsten Forschungseinrichtungen Schleswig-Holsteins. Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB feierte mit einem Festakt die Einweihung ihres Institutsneubaus. Jeder der insgesamt fünftausend Quadratmeter Fläche wird durch Hightech-Laboratorien, Aquakulturanlagen, ein Lebensmitteltechnikum sowie Fertigungs- und Kryohallen intensiv genutzt. Die Fraunhofer EMB entwickelt seit mehr als sieben Jahren industrienahe Innovationen im Bereich der Lebenswissenschaften. Innerhalb der Wirtschaftsschwerpunkte Schleswig-Holsteins fokussiert die EMB auf die vier Geschäftsfelder Marine Biotechnologie, Aquakultur, Zelltechnik und adulte Stammzellen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sagte: „Es sind Orte wie die Fraunhofer Einrichtung für Marine Biotechnologie, die Schleswig Holsteins Ruf als Vorreiter in Sachen blaues Wachstum festigen. Ich wünsche viel Glück und Erfolg in dem Bestreben von der Fraunhofer Einrichtung für Marine Biotechnologie zu einem Institut aufzusteigen.“

Röntgenmikroskop, 3D-Drucker und moderne Labore

Durch ihren Umzug in das neue Gebäude wird die Labor- und Bürofläche der EMB von vormals 1.400 Quadratmeter fast vervierfacht. Zur technischen Neuausstattung gehören ein Röntgenmikroskop, ein Kleintier-MRT sowie verschiedene 3D-Drucker der neuesten Generation, die bei der Entwicklung neuer Laborgeräte eingesetzt werden. In der dem Neubau angegliederten Garage findet auch der Forschungstruck, ein mobiles Labor, das unter anderem schon in Norwegen zum Einsatz kam, seinen Platz. Einzige Außenstelle der EMB ist nun der Lübecker Hafen mit seinem Liegeplatz für das Forschungsschiff „Joseph von Fraunhofer“.

Europas größtes Archiv für lebende Zellkulturen

Bei Führungen im Rahmen der Einweihungsfeier konnte die Halle des „Cryo-Brehm“ besichtigt werden. Der „Cryo-Brehm“ ist Europas größtes Archiv für lebende Zellkulturen seltener Wild- und Haustiere. Auf dem weiteren Rundgang durch den Neubau wurde neben den Werkstätten und Laboren auch eine beeindruckende Pilotanlage für die multitrophische Aquakultur gezeigt. In der Anlage können Algen, Muscheln und Fische in gemeinsamen Wasserkreisläufen gehalten werden und liefern künftig an Land marine Ressourcen für die Verwertung in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. Mit dem neuen Wellensimulationsbecken und einer Hochdruckkammer eröffnen sich nun Forschungsmöglichkeiten für die maritime Technik.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.emb.fraunhofer.de

Weitere Artikel