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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Behörde für Gesundheit und Verbraucher­schutz : © Senatskanzlei Hamburg / Bina Engel

Angehörige bewerten Hamburger Pflegeheime positiv

Zwei Drittel der Befragten würden die jeweilige Einrichtung weiterempfehlen. Weitere Befragungen geplant

Die Stadt Hamburg hat den Angehörigen von Heimbewohnerinnen und -bewohnern die Möglichkeit gegeben, sich in einer Befragung zur Qualität der Pflege und Betreuung zu äußern. Mit 6.200 Antworten hat über ein Drittel der Angehörigen an der Befragung teilgenommen, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Insgesamt zeigen die Antworten ein positives Bild von den Pflegeeinrichtungen. Beispielsweise würden zwei Drittel der Angehörigen die jeweilige Einrichtung weiterempfehlen und 78 Prozent halten den Umgang des Einrichtungspersonals mit den Bewohnerinnen und Bewohnern für immer oder meist wertschätzend. „Die Angehörigenbefragung ist ein wichtiger Schritt hin zu noch mehr Qualität und Transparenz in der Pflege. Dass sich dabei schon bei der ersten Befragung ein überwiegend positives Bild abzeichnet, ist erfreulich“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Die Zufriedenheit der Angehörigen zeige sich nach der Auswertung des Statistischen Amtes zudem in folgenden Punkten: 64 Prozent der Angehörigen haben einen festen Ansprechpartner in der Pflegeeinrichtung. 73 Prozent schätzen die Kenntnis der Pflege- und Betreuungskräfte zum Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner als gut oder sehr gut ein. Etwa zwei Drittel sind der Auffassung, dass die Betreuungskräfte die Selbständigkeit erhalten oder fördern und 78 Prozent der Befragten antworten, dass Arzt- und Therapeutenbesuche immer oder fast immer ermöglicht werden.

Luft nach oben: Verbesserungspotential nutzen

Durch die Ergebnisse der Befragung wird aber natürlich auch Verbesserungsbedarf deutlich. Beispielsweise sind 37,4 Prozent der Meinung, dass ihre zu pflegenden Angehörigen über eine feste Bezugspflegekraft in der Einrichtung verfügen, die deren Pflege kontinuierlich im Blick hat. Zudem geben immerhin 30 Prozent an, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern, die dies gesundheitlich noch können, selten oder nie die Gelegenheit gegeben wird, an Veranstaltungen im Stadtteil teilzunehmen. „Diese Einschätzungen und Erfahrungen können die Betreiber und die Wohn-Pflege-Aufsicht bei ihrer Arbeit unterstützen“, sagt Prüfer-Storcks. Weitere Befragungen, auch der Beschäftigten der Einrichtungen, sollen folgen, um Qualität und Transparenz sicherzustellen.
mm/ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/wohn-pflege-aufsicht
Informationen zur Befragung

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