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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
© Hochbahn Hamburg

Bundesweites Modellprojekt Mobil.Pro.Fit.® in Hamburg gestartet

Ziel ist ein klimafreundliches Mobilitätsmanagement in Betrieben, das vor allem auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt. Workshops und individuelle Beratung

Das Projekt soll die Entwicklung von speziell auf die Bedürfnisse der Betriebe zugeschnittenen Maßnahmen für eine nachhaltig effiziente und klimafreundliche Mobilitätsgestaltung ermöglichen. Hamburg hatte sich 2014 erfolgreich um die Teilnahme als Modellregion in dem bundesweiten, vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) initiierten Projekt beworben.

Klimaschutz in Betrieben nützt auch der Bilanz

„Mit diesem Modellprojekt zeigen wir, dass auch im Bereich der betrieblichen Mobilität Klimaschutz und Ökonomie Hand in Hand gehen können. Die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsstrukturen zusammen mit Betrieben ist dabei nicht nur ein wichtiger Schritt für die innerbetriebliche Unternehmens­entwicklung, sondern auch für die nachhaltige Sicherung und umweltgerechte Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Hamburg insgesamt“, so der Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), Martin Huber bei der Auftaktveranstaltung am Montag.

Nachhaltiges Mobilitätsmanagement gewinnt an Bedeutung

Neben kleineren und mittelgroßen Unternehmen wie der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG, der Hansa Funktaxi eG sowie mittelbar städtischen Unternehmen wie der GMH Gebäudemanagement Hamburg GmbH beteiligen sich auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Sparda-Bank Hamburg eG und die Hamburg Netz GmbH an dem Projekt. Auch die Vielfalt unter den Teilnehmern zeige, dass das Thema nachhaltiges Mobilitätsmanagement branchen- und betriebsgrößenunabhängig für Unternehmen aller Art relevant sei.

Begleitete Umstellung des Fuhrparks

Ziel des Projekts, in dessen Rahmen die teilnehmenden Betriebe knapp ein Jahr lang von B.A.U.M. begleitet und unterstützt werden, ist die Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen für eine effiziente und klimafreundliche Mobilitätsgestaltung. Workshops und individuelle vor-Ort-Beratung sollen Firmen Hilfestellungen und Werkzeuge für ein langfristig wirksames, optimales Mobilitätsmanagement an die Hand geben, das auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter in Betracht zieht.

So werden im Laufe des Projektes Mitarbeiterbefragungen durchgeführt und auf Basis betrieblicher Mobilitätsanalysen passgenaue Maßnahmenpakete geschnürt. Besonderes Augenmerk werde nicht nur auf die Handlungsfelder Dienstreisen und Fuhrpark gelegt, sondern insbesondere auf die Verbesserung der Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Ende des Prozesses soll ein individuelles betriebliches Mobilitätskonzept zur Verfügung stehen.

Auch Arbeitswege im Fokus

„Die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten ist uns ein wichtiges Anliegen. Mit Mobil.Pro.Fit.® möchten wir nicht nur die interne Kostenrechnung der Betriebe entlasten, auch die Arbeitswege der dort arbeitenden Menschen möchten wir so effizient und nachhaltig wie möglich gestalten“, erklärt Dieter Brübach, Vorstandsmitglied von B.A.U.M. e.V. und stellvertretender bundesweiter Projektleiter von Mobil.Pro.Fit.®.

Qualitätssicherung wird hierbei groß geschrieben: Um die abschließende Auszeichnung als „Mobil.Pro.Fit.®-Betrieb“ zu erlangen, wird das erarbeitete Mobilitätskonzept von einer Kommission unter die Lupe genommen, die sich aus Experten verschiedener Institutionen Hamburgs und weiterer Kooperationspartner des Projekts zusammensetzt.

Breite Unterstützung

Dazu zählen u.a. die UmweltPartnerschaft Hamburg, die Handelskammer Hamburg und die Logistik-Initiative Hamburg sowie weitere Expertenkreise. Mobil.Pro.Fit.® wird zudem als Modellprojekt der nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert. Für interessierte Betriebe gibt es noch eine zweite Chance, das Angebot von Mobil.Pro.Fit.® zu nutzen: Im Herbst soll eine zweite Runde des Modellprojekts mit weiteren sechs bis zehn Betrieben an den Start gehen.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.mobilprofit.de/Modellregion_Hamburg.html

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