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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
© mediaserver.hamburg.de/R. K. Hegeler

Energiewende: Norddeutsche Innovationsallianz in Berlin vorgestellt

Großprojekt NEW 4.0 präsentiert. Stromversorgung in Schleswig-Holstein und Hamburg soll ab 2035 komplett durch erneuerbare Energien sichergestellt werden

Mit „NEW 4.0 (Norddeutsche Energiewende)“ bewirbt sich ein Konsortium aus Hamburg und Schleswig-Holstein um eine Förderung des BMWI im Rahmen des Wettbewerbs „Schaufenster Intelligente Energie – Wind“. Ziel des Projektes ist es, die Stromversorgung in Schleswig-Holstein und Hamburg ab 2035 komplett durch erneuerbare Energien sicherzustellen. Der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Reinhard Meyer, Hamburgs Wirtschaftsminister Frank Horch, Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle und Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan stellten das Projekt NEW 4.0 am Donnerstag auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vor.

Energiewende vorantreiben

„Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial im Bereich der Energiewende für Schleswig-Holstein und Hamburg besteht. Mit den vereinten Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik können wir als Schaufensterregion die Zukunft der Energiewende aufzeigen und stark vorantreiben”, so Meyer.

Hamburgs Wirtschaftssenator Horch ergänzte: „Das Projekt NEW 4.0 zeigt deutlich die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern. Gemeinsam ist es möglich, die Energiewende zu prägen und die Stärken beider Länder zu verbinden. Mit dem Leistungsvermögen, welches diese Kooperation mit sich bringt, ist es uns möglich, das Ziel einer rein erneuerbaren Energieversorgung zu verwirklichen und neue Innovationen zu fördern.“

Über 60 Partner aller Sektoren aus der Region

Demonstriert werden solle vor allem, welche Chancen die Energiewende mit sich bringt und wie eine große Region mit vielen unterschiedlichen Verbrauchszentren zu 100 Prozent sicher, kostengünstig und umweltverträglich durch erneuerbare Energien versorgt werden kann. Über 60 Partner aller Sektoren aus der Region sowie überregionale Partner bilden die „Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende“, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer.

Modell für Deutschland

Mit rund 40.000 Beschäftigten in ca. 700 Unternehmen der EE-Branche verfüge die Modellregion über eine besondere Bedeutung im Bereich der EE, die durch ein multidisziplinäres und komplementäres Konsortium entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiesektor repräsentiert werde. Ziel des Projektes ist die wirtschaftliche und stabile Stromversorgung der Energie-Gesamtregion, die als Modell für Deutschland und auch als Beispiel für die wachsende Energieunion in Europa dienen soll; Hamburg als Großenergieverbraucher und Schleswig-Holstein als Großproduzent der erneuerbaren Energien.

Stand der Region heute

Mit einem Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 40 Prozent befinde sich die Region Hamburg – Schleswig-Holstein bereits heute dort, wo die Bundesrepublik gemäß des Ausbaukorridors 2025 stehen soll. Rechnerisch kann Schleswig-Holstein zum jetzigen Zeitpunkt, den eigenen Bedarf fast vollständig aus regenerativen Quellen decken. Gleichzeitig erhöhen sich die Stromexporte des Landes. Hamburg weist eine Deckungsquote von 3 Prozent des Energiebedarfs durch regenerative Quellen auf. „NEW 4.0 ist der logisch nächste Schritt für die Energiewende”, so Senator Jens Kerstan.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwvi

Allianz zur Energiewende

An der Spitze der Allianz zur Energiewende steht ein fünfköpfiges Führungsgremium aus Wirtschaft und Forschung: Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG sowie Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer ARGE Netz, in der rund 300 Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gebündelt sind, Dr. Oliver Weinmann, Geschäftsführer Vattenfall Europe Innovation GmbH sowie Michael Westhagemann, Vorsitzender Industrieverband Hamburg und CEO Siemens Nord. Mit der Projektsteuerung ist Frank Burkert, Partner der Unternehmensberatung Ernst & Young, beauftragt.

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