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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
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Grüne Technologien in Hamburg auf Wachstumskurs

Aktuelle Analyse der Handelskammer Hamburg: Unternehmen erwarten steigende Umsätze und mehr Beschäftigung

Eine große Mehrheit der Hamburger GreenTech-Branche blickt optimistisch in die Zukunft. 73 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage, die die Handelskammer am 11. August an Medienvertreter kommunizierte, rechnen bis 2020 mit einem Beschäftigungszuwachs in ihrem grünen Geschäftszweig. „Verbesserungspotenziale sehen die Firmen aber zum Beispiel noch bei der Unterstützung durch die Politik“ sagt Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz zu den Ergebnissen. An der Online-Umfrage beteiligten sich im September und Oktober 2015 325 Unternehmen aus den Bereichen/Teilmärkten Energieversorgung, Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen, nachhaltige Mobilität sowie Abfall-, Kreislauf- und Wasserwirtschaft. Die Resultate sind im Juni 2016 im Analysepapier „Grüne Technologien made in Hamburg: Wachstumsmotor für eine nachhaltige Stadt“ erschienen.

Anstieg des Marktvolumens auf 740 Milliarden Euro

Im aktuellen Umwelttechnologie-Atlas des Umweltministeriums aus dem Jahr 2014 wird das Marktvolumen der GreenTech-Branche in Deutschland auf 344 Milliarden Euro geschätzt, bis 2025 soll das Volumen auf 740 Milliarden Euro steigen. Den grünen Technologien wird damit ein Wachstum von über sechs Prozent pro Jahr vorausgesagt. Und auch in Hamburg stehen die Prognosen gut: Sowohl bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen als auch bei der Umsatzentwicklung gehen die befragten Unternehmen von einer positiven Entwicklung aus. 73 Prozent erwarten bis 2020 einen Beschäftigungszuwachs in ihrem grünen Geschäftszweig, 25 Prozent der Unternehmen einen Gesamtumsatz von jeweils über 10 Millionen Euro.

Voraussetzung für stabile wirtschaftliche Entwicklung

In Hamburg ist die Branche in den letzten Jahren stark gewachsen: Die Zahl der Firmen, die Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zum Schutz der Umwelt und Minimierung des Ressourcenverbrauchs anbieten, stieg seit 2012 um über 20 Prozent auf 2.500 Unternehmen an. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Beschäftigten um 60 Prozent auf heute 53.000 Erwerbstätige.

„Hamburg zählt in Europa zu den nachhaltigsten Städten – sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Sicht. 2011 wurde die Metropole daher als Umwelthauptstadt Europas ausgezeichnet“, so Kammer-Geschäftsführer Schmidt-Trenz. Mit grünen Technologien werde sowohl Wertschöpfung generiert, als auch die Voraussetzung für eine langfristige stabile wirtschaftliche Entwicklung geschaffen.

Kundennähe und Infrastruktur überzeugen

Die wichtigsten Rahmenbedingungen für Hamburger Unternehmen im Bereich grüne Technologien sind das Nachfragevolumen, die Unterstützung durch die Politik sowie die Fachkräfteverfügbarkeit. In der Realität seien der Studie zufolge insbesondere die politischen Rahmenbedingungen noch ausbaufähig: 46 Prozent der Befragten sind in dieser Hinsicht eher unzufrieden beziehungsweise unzufrieden. Als zufriedenstellend bewerten sie 34 Prozent.

Mit der Nähe zu Kunden sind hingegen über 60 Prozent der befragten Unternehmen zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Auch mit der verkehrsinfrastrukturellen Anbindung sind 47 Prozent mindestens zufrieden. Bei dem Kontakt zu Hochschulen/Forschungseinrichtungen, Netzwerken, Clustern, Verbänden und Kooperationen, dem Nachfragevolumen, den Finanzierungsmöglichkeiten sowie dem Angebot an Büro- und Gewerbeflächen überwiegen die positiven Bewertungen. Die Fachkräfteverfügbarkeit schätzen 33 Prozent als zufriedenstellend ein.
ca/kk

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Energiesysteme der Zukunft: Cluster stellt Strategie 2020 vor

Quellen und weitere Informationen:
Analysepapier: www.hk24.de/Analysepapier-Gruene-Technologien-in-Hamburg-data.pdf
www.hk24.de/Branchenportraet_Gruene_Technologien-data.pdf
www.hk24.de

Anzahl der Beschäftigten in Hamburg im Bereich grüner Technologien: Rückblick 2012 – Stand 2015 – Ausblick 2020

Ergebnisse aus dem Analysepapier der Handelskammer Hamburg
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